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Schifferberufsschule
"Karl Meseberg" |
Schönebeck
- Frohse (Elbe) |
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Aus- und Weiterbildung in der Binnenschiffahrt der DDR inkl. der Passagierschiffsflotte In der Tradition der Binnenschiffer fand die Ausbildung traditionell durch die Eltern auf den privaten Schiffen statt. Man wuchs also quasi in den Beruf eines Schiffers hinein und setzte das erlernte bzw. angelernte auf den Schiffen der äteren Generation fort. Mit Einführung der modernen Berufsschifffahrt in der DDR ab Mitte der 50´er Jahre, reichte diese Ausbildung nicht mehr aus, um die modernen Motorgüterschiffe und deren Motorisierung zu bedienen. Deshalb wurde in Schönebeck/Frohse eine Berufsschule für den Beruf eines Binnenschiffers gegründet. |
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Wer war "KARL MESEBERG" ? Karl-Meseberg - der Namensgeber der (BBS) Betriebsberufsschule - war ein Arbeiterführer der 1919 - während der Novemberrevolution ermordet wurde und von der Brücke der Hafenbahn in Halle / Saale in den gleichnamigen Fluß geworfen wurde. |
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In einer 2 1/2 jährigen Ausbildung wurden die Lehrlinge
zum ...
MATROSEN DER BINNENSCHIFFFAHRT ... ausgebildet. Dies war nunmehr ein offiziell angerkannter Ausbildungsberuf. Ohne diese Ausbildung konnte man fortan nicht mehr in der Binnenschifffahrt bestehen. |
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Am 1. März 1957 begann der Schulbetrieb in der neuen Ausbildungsstätte.
Die Lehrlinge erhielten dort das theoretische Grundwissen. Grundsätzlich
lernten die Schüler damals 2 1/2 Jahre, 1 1/2 Jahre an Bord eines
Binnenschiffes und ein Jahr an der Berufsschule in Schönebeck.
Dafür wurde eine neue Schule für 200 Schiffsjungen gebaut.
In der Ausbildung wurden pro Jahrgang ca. 150 Matrosenlehrlinge in 5 Klassen aufgeteilt und ausgebildet. Wobei gleichzeitig Berufsschüler der "Weißen Flotte" (Passagierschiffer) und der "Schwarzen Flotte" (Binnenfrachtschiffer) den theoretischen Unterricht absolvierten. Desweiteren wurden auch Jungen und Mädchen ausgebildet, die ihre Lehre als Verkehrskaufmann machten, um später in den Dienststellen und administrativen Berufszweigen zu arbeiten. |
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Ab ca.1965 betrug die Lehrzeit nur noch 2 Jahre, da von den Polytechnischen Oberschulen (heute Realschule) nur noch Schüler kamen, die die 10. Klasse erfolgreich abgeschlossen hatten. Die Ausbildung wurde Turnusmäßig durchgeführt - ca. 12 Wochen auf einem Schiff und dann wieder 12 Wochen Frohse! Natürlich fanden während der Zeit der Lehrausbildung, wo man ja bekanntlich in einem Lehrlingswohnheim untergebracht war, nicht nur Schule statt. So war unter anderem immer Dienstags Disco im Speisesaal ! - aber auch sportlich hatte die Berufsschule einiges zu bieten - so zum Beispiel eine Fußballmanschaft - "Zapfensteich" dann war immer 22 Uhr! |
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Der Donnerstag war der Tag den alle Lehrlinge "besonders liebten" - groß rein Schiff war dort angesagt. Das bedeutete putzen und bohnern und alles was dazugehört ,oh man, da denken sicherlich viele die diesen Abschnitt lesen daran, wie die komplette Mannschaft unter Aufsicht das Wohnheim vom Keller bis zum Dach reinigen mussten. Auch die Außenanlagen gehörten natürlich mit dazu. |
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Zu Beginn der ersten Ausbildungsjahre wurden nicht nur Lehrlinge ausgebildet.
Es gab ja noch viele der gestandenen Schiffer, die über keine bzw.
nur unzureichende Ausbildung in diesem neuen Berufsbild verfügten. In der Ausbildung wurden verschiedene Qualifikationen ausgebildet. Die Kollegen der Binnenschifffahrt bezeichneten diesen Abschluß als: "Schiffsführer ohne Schiff" !!!
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Die Dienstkleidung wurde von der Reederei gestellt und bestand aus dunkelblauen Uniformen, ähnlich der, die bei der Volksmarine zum Einsatz kam. Diese wurde in der Berufsschule getragen bzw. bei der Heimfahrt am Wochenende. Dazu eine Schirmmütze in Blau - und in den Sommermonaten wurde ein weißer Überzieher auf die Mützendeckel gezogen. Die Hemden waren graublau. Auf dem linken Arm der Uniformjacke war eine gelbe (goldgelb) durchgehend Litze, über die der Namenszug BS für Berufsschule "Karl Meseberg" stand. Darüber ein ovales Logo in dem - DBR- stand. Dieses Logo wurde aber Ende 1977 in - BR - abgeändert, weil man aus dem Namen "DEUTSCHE BINNENREEDEREI" das "Deutsche" entfernt hat. - Aber seit der Wende 1990 mit der Gründung der DBR - GmbH es ist wieder da! Die Lehrer auf der Berufsschule hatten auch Uniform, je nach Dienstrang an. Zum Beispiel ein Lehrausbilder hatte vier (4) durchgehenden Litzen wie die Schiffsführer, aber während beim fahrenden Personal das Dreieck auf dem oberen Ring unten offen war, trugen die Lehrkräfte das Dreieck auf dem oberen Ring aufgesetzt, was die Dienstrichtung "Administrativen Dienst" bei der Binnenreederei kennzeichnete - also kein fahrendes Personal. (Vergleiche dazu findet ihr unter der Rubrik Farben und Symbole auf dieser Homepage) Bei der Praktischen Ausbildung hatten alle Lehrlinge ein so genantes Bordpäckchen. Das war ein Blauer Arbeitsanzug sowie Hose und Blouson Jacke mit goldfarbenden Knöpfen auf denen ein Anker war. In den Jahren 1955 bis 1989 wurden somit ca. 5100 Jugendliche zum
Matrosen der Binnenschifffahrt ausgebildet. Zusätzlich die vielen
Kollegen, die eine Erwachsenenqualifizierung, oder eine Weiterbildung
zum Steuermann bzw. zum Schiffsführer inkl. der verschiedenen Patente
absolvierten. |
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Umbruch und Wendezeit in der Berufsschule seit 1989 bis heute Fortbestehen im Berufsschulzentrum Schönebeck |
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Nach der Wende verwaiste das Gelände wie die vielen anderen Objekte
der Binnenreederei. |
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(Quellen: Info des Landkreises Schönebeck, Erinnerungen von Herbert Eikmeier, auszugweise Gewiese, Schönknecht - Binnenschifffahrt zwischen Elbe und Oder) Mehr Infos zum heutigen Ausbildungsstandort, findet Ihr hier: www.ehrlich-baz.de/bs.htm |
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Möchten Sie ehemalige Klassenkameraden wiederfinden,
dann dürfte Ihnen der folgende Link behilflich sein. Er führt
Sie direkt auf eine Partnerseite für die Suche nach Klassenkameraden
der ehemaligen BBS - Karl Meseberg, wo Sie sich kostenlos eintagen können.
Auch Schulfotos können Sie hochladen und Ihre darauf abgebildeten
Kamaraden benennen. |
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Klick auf den Link /
Daten eintragen / Sachsen-Anhalt + Schönebeck + Berufsschule "Karl
Meseberg" der Binnenreederei - wählen, fertig ! |
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© Uwe Giesler / Berlin 2011 |
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