Schiffslackierungen und Besonderheiten

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Symbole und Farben - Galerie 002
Auszüge aus der Anstrichordnung für Binnenschiffe der DDR
 
Detailansicht Schanzkleider vorn und achtern weiß, schwarz abgesetzt mit blauen Buchstaben
(geduldet wurden auch schwarze Buchstaben)

Vor- und Hinterschiff

Detailanscicht
Mannschaftssaufbauten weiß, Oberdeck inkl. Hilfsmaschinen grau, Rumpf schwarz
zumindestens jeweils bis zum 1. Pegel, Masten grau - später gelb
Rückwände der Manschaftsaufbauten waren später grau. Koppelgeschirr,
sowie Schleppbügel schwarz. Poller schwarz mit weißem Hut.
Detailansicht

Mittschiffs

Laderaumabdeckung grün, Rumpf schwarz oder rotbraun, Pegel in rot mit weißer
Beschriftung, Beiboot schwarz mit weißem Namenszug, Laufgänge grau oder braun
 
folgende Abwandlungen kamen im Schiffseinsatz vor :
 
Am häufigsten wurden die Schanzkleider - inklusive der Namenszüge - in die Farbgebung dunkel mit hellen Buchstaben abgeändert. Die Front und Seiten der hinteren Manschaftsaufbauten gab es häufiger in Brauntönen. Die Pegel gab es in den Farben grün oder blau mit weißer Schrift. Den "WESTSCHIFFEN" nachempfunden, wurden vereinzelt die Manschaftsoberdecks in den Farben blau, gelb o.ä. gestrichen.
 
* verboten war der Anstrich des Schanzkleides in blauer Farbgebung, das war nur bei Tankern erlaubt
 
Pegel-grün / MS-Oderstern (ex MS-Frohse)
 

Eine besondere Bedeutung kam der Ruderanlage bzw. dem Heckstreifen zu. Diese waren inoffiziell farblich frei gestaltbar und es wurde davon reger Gebrauch gemacht. Ruderanlagen gab es in den Farben rot, blau oder grün. Der Heckstreifen wurde meistens ebenso gestrichen, es gab sie aber auch in silber, weiß oder sogar in quer gestreiften Variationen - einige sind hier dargestellt und benannt - den gelben Streifen gab es wohl nur einmal - und zwar beim MS-Dresden, wohl in Anlehnung an die Streifen im Stadtwappen - für dessen Größe am Steuerhaus - der Dresden bekannt war.

* Von dieser Tradition wird auch heute noch - oder wieder - vereinzelt Gebrauch gemacht *
 
MS-Hohensaaten (abgewrackt)
 
Janina (ex MS-Bad Schandau)
 

MS-Rothensee

  MS-Oderberg (abgewrackt)  
 
  MS-Bernburg (heute Antilope)   MS-Usedom (verschrottet)   MS-Berlin (verschrottet)  
 
 
 
 
 
  Wiebke (ex MS-Plau)  
 
  TC  (ex MS-Parey)   MS-Nienburg 1977 (heute Diana)  
 
  Lucas (ex MS-Tangermünde)   Janina ab 2007 (ex MS-Bad Schandau)  
 
  MS Altmark ab 2011 (ex Finsterwalde)      
 
                 
weitere bekannte Farben & Kombinationen
                 
                 
                 
                 
 
Änderungen der Traditions-Farbgebung auf Binnenschiffen - über die Jahre :
 
MS-Rothensee geht auf Jungfernfahrt 1953
um 1953 - DSU - Deutsche Schiffahrts- und Umschlagsbetriebszentrale
In den Änfangen waren die Farbtöne " Rotbraun " für die Aufbauten vorherschend, sicherlich in Anlehnung an die damals farblich ebenso lackierten Schlepper. - Die Lukendecks waren " Grau ", der Schiffskörper selbst war in " Schwarz " gehalten waren, verziert mit breiten " Weißen " Streifen und / oder Mehrfachstreifen am Bug.
 
im September 1990 im MLK
ab 1957 - DBR / BR - VEB (Deutsche) Binnenreederei
Nach 1957 wurde das Farbschema auf das bereits oben angespochene Farbbild geändert. Aufbauten und Schanzen in " Weiß " - der Schiffskörper blieb überwiegend in " Schwarz " , Luckendecks in " hellgrün " und am Bug das Wappen der Binnenreederei.
 
MS-Finow mit der neuen DBR-Farbgebung in den 90´er Jahren
ab 1993 - DBR - Deutsche Binnenreederei GmbH
Nach der Wende wollte man die Farbeintönigkeit vergessen und lackierte nunmehr die Schanzkleider in " ROT " als auffälliges Merkmal für die "neue Binnenreederei" - desweiteren wurden die DBR-Farben - " Weiß " für die Aufbauten und " Blau " für die Dächer verwandt.
 
TMS-Müncheberg 06.01.2000 in Rothensee
ab 1996 - DBR - Deutsche Binnenreederei AG
Nunmehr wollte man den Schiffen der - DBR - einen auffälligen Flottenanstrich geben. Somit bekamen der Bug und das Heck jeweils zusätzlich eine " Blaue " Lackierung bis zur Wasserkante. Desweiteren wurden die Luckendecks ebenfalls in " Blau " lackiert. Diese Hauptfarbgebung wird noch heute verwendet und markiert somit die Flottenzugehörigkeit zur DBR.
 
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